Seite auswählen

Guten Morgen,

neulich überlegte ich morgens bei einem Kaffee in der Bäckerei gemeinsam mit einigen Kunden, weshalb Karneval, Fastnacht oder Fasching an den Tagen stattfinden, an denen sie gefeiert werden, obwohl die närrische Zeit doch immer am 11.11. beginnt.

Hier kommt hier die Antwort:

Seit dem 19. Jahrhundert gilt der 11.11. als Eröffnungstag der Fastnachtszeit denn früher sollte in diesem Zeitraum bis Weihnachten alle Vorräte verzehrt werden, die nicht fastentauglich waren, also z.B. Fleisch, Eier, Fett, Schmalz und Milchprodukte. Auch war der Martinstag der Endtermin des bäuerlichen Jahres, an dem die Pacht fällig wurde.

Aus dem o.g. Fastengrund bleibt die Zeit vom 12. November bis 5. Januar weitgehend karnevalsfrei, weil dem November die Rolle des Trauermonats zugeschrieben wird und der Advent eine besinnliche Zeit ist.

Doch woher wissen wir nun, wie lange das närrische Treiben andauert?

Im Jahr 325 wurde auf dem Konzil von Nicäa das Osterdatum auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgelegt. Um 600 legte Papst Gregor der Große eine 40-tägige Fastenzeit vor Ostern fest, die an die Zeit erinnern soll, die Jesus Christus in der Wüste verbrachte.

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, und so lässt sich das Datum der Höhepunkte des närrischen Treibens rückwirkend errechnen.

Wie können wir uns das jetzt so merken, dass wir es nie wieder vergessen?

Am besten mit einem kleinen Merksatz:

Der Sonntag im Frühling nach Vollmond mir sagt

Dass jetzt Ostern ist, falls jemand fragt.

Zuvor 40 Tage gefastet und doch,

noch Restalkohol seit Aschermittwoch.

Das närrische Treiben an St. Martin beginnt,

doch pausiert bis Dreikönig aus Respekt vorm Advent.

Herzliche Grüße

Sven Frank