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Polyglot

Doch was genau ist die internationale Sprache Interlingua eigentlich und warum haben Sie vermutlich noch niemals etwas davon gehört?

Erfahren Sie hier, weshalb Sie schon längst Interlingua sprechen

Warum brauchen wir eine internationale Sprache wie Interlingua?

Fast jedes größere Unternehmen in Deutschland ist inzwischen international aktiv. Es reicht oftmals nicht mehr aus einfach nur Spanisch zu sprechen, weil in Südamerika Portugiesisch eine ebenso wichtige Sprache darstellt. Es reicht schon längst nicht mehr aus einfach nur Englisch zu sprechen, weil der internationale Markt aus deutlich mehr Kulturen besteht. Interlingua stellt hier ein praktikables Werkzeug dar, das 80 % aller Schwierigkeiten, vor denen Unternehmen und internationale Organisationen stehen, lösen kann. Interlingua ist die einzige internationale Sprache, die bewiesen hat, dass sie funktioniert, weil sie nicht als internationale Sprache erkannt, aber trotzdem verstanden wird.

Aber ist Interlingua in Deutschland nicht vollkommen unbekannt?

Interlingua besteht aus dem gemeinsamen europäische Wortschatz und immer mehr Unternehmen, die mit dem mittel- und südamerikanischen Markt zu tun haben, schulen Ihre Mitarbeiter in dieser internationalen Sprache, so dass die reguläre Korrespondenz per Email oder Telefon für die Mitarbeiter jederzeit machbar ist – ausgehend von der sehr klugen Annahme, dass es besser ist ein gutes Interlingua zu sprechen als ein schlechtes Spanisch, Italienisch oder Portugiesisch. Sie müssen sich aber zunächst von der Annahme frei machen, dass es sich bei dieser Sprache um eine Art neues Esperanto handelt. Interlingua wurde nicht erfunden. Es stellt die systematische Anwendung des internationalen Wortschatzes dar der faktisch seit Jahrhunderten existiert. Da Interlingua in seiner aktiven Anwendung nicht als eigene Sprache erlebt wird, eben weil der Wortschatz uns so vertraut klingt, haben wir den Eindruck, noch niemals etwas von dieser Sprache gehört zu haben. Tatsächlich wenden jedoch 80% aller Deutschen täglich Ausdrücke der internationalen Sprache im Alltag an ohne es zu wissen.

Seit wann existiert Interlingua?

Interlingua ist das Resultat der 1924 begonnenen sprachwissenschaftlichen Forschungen, die im Jahre 1951 mit der Herausgabe des Interlingua-English Dictionary und der Interlingua Grammar durch den Bremer Dr. Alexander Gode von Aesch und seinen englischen Kollegen Hugh E. Blair abgeschlossen wurden. Die Sprachwissenschaftler gelangten zu der Auffassung, dass eine internationale Sprache nicht erst geschaffen zu werden brauchte, da sie bereits als verborgener Bestandteil in Form von Lehn- und Fremdwörtern überwiegend lateinischer und griechischer Herkunft in allen modernen Sprachen vorkommt.

Kann man mit Interlingua also alle Sprachen der Welt verstehen?

In erster Linie finden sich diese internationalen Wörter in den romanischen Sprachen, zu denen zum Beispiel das Französische, das Spanische, das Portugiesische, das Italienische oder das Rumänische gehören. Aber auch im Englischen dessen Wortschatz zu etwa 65 % romanischen Ursprungs ist. Diese Sprachen sind Muttersprachen von mehr als 600 Millionen Menschen und weitere Millionen kennen sie als Amts- oder Schulsprachen. Aber auch in anderen Sprachen ist der Anteil internationaler Lehn- und Fremdwörter wesentlich höher als allgemein angenommen wird, so z.B. im Deutschen oder in den skandinavischen und slawischen Sprachen.

Wäre es dann nicht sinnvoll, Interlingua als Fach an den Schulen einzuführen?

Der moderne Fremdsprachenunterricht hat seine Probleme. Neben hohen Kosten beansprucht er einen beträchtlichen Teil des Stundenplanes der betreffenden Bildungseinrichtungen und bindet Kraft und Zeit der Lernenden. Zudem wird sich dabei auf nur eine sehr geringe Auswahl von ein bis maximal drei Sprachen beschränkt. Das wäre vergleichsweise so, als würde man im Musikunterricht nur drei Instrumente vorstellen oder in Mathematik nur Bruchrechnen unterrichten. Der größte Teil der Schüler bzw. Studentenschaft ist sich darüber einig, dass die kostbare Zeit sinnvoller genutzt wäre, wenn man sie für das jeweilige Sachgebiet des Studiums verwenden würde, anstatt sie für Sprachstudien von zweifelhaftem Nutzen zu vergeuden. Da eine Fremdsprache erfahrungsgemäß nicht ausreicht werden die Lernenden einer Kombination wenigstens zweier Fremdsprachen unterworfen z.B. Englisch/Französisch, Englisch/Spanisch, Englisch/Russisch usw. Ein aufwendiges Verfahren mit Ergebnissen, bei denen Aufwand und Nutzen oft in einem deutlichen Missverhältnis stehen. Interlingua hilft hier eine fühlbare Lücke in der Allgemeinbildung zu schließen. Wer Interlingua anwenden kann, dem ist diese Sprache eine große Hilfe beim Erlernen des Latein, der romanischen Sprachen oder auch des Englischen.

Die meisten Unternehmen nutzen Englisch als Lingua franca. Wieso hat sich Interlingua nicht durchgesetzt?

Man könnte sich vielleicht fragen, ob nicht die englische Sprache als Welthilfssprache geeignet sei, mit der man die mögliche Lösung des Weltsprachproblems herbeiführen könnte. Englisch wird ja bereits in fast allen Ländern der Erde gelehrt und gelernt auch in Asien oder in den arabischen Ländern. Fest steht jedoch, dass das sprachliche Äußern in Englisch dem Nicht-Engländer erhebliche Schwierigkeiten bereiten kann und vielfach auch bereitet. Erarbeitete Texte in Englisch durch Nicht-Engländer bedürfen immer der korrigierenden Hilfe der Englischexperten. Somit ist der Muttersprachler bei geschäftlichen oder politischen Verhandlungen dem Nicht-Muttersprachler stets überlegen. Allein schon aus diesem Aspekt kann und wird Englisch als Weltsprache auf Dauer ebenso wenig funktionieren, wie es das Lateinische in der Vergangenheit tat. Eine andere Frage ist es, ob die großen Nationen dem United Kingdom und den Vereinigten Staaten von Amerika das Privileg zugestehen werden, für alle Zukunft das Englische als alleinige Amts- und Verhandlungssprache zu benutzen.

Seit dem zweiten Weltkrieg werden zur internationalen Kommunikation immer mehr Sprachen verwendet. Der Völkerbund hatte als offizielle Sprache nur zwei: Englisch und Französisch. Die UNO kommt aber damit nicht aus. Zu ihren Amtssprachen gehören sechs  Sprachen, nämlich Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Chinesisch und Arabisch. Werden wir in Zukunft nicht eher mehr als weniger Sprachen sprechen?

Aktuell arbeitet die europäische Union mit 24 offiziellen Sprachen, darunter auch Irisch (wird von ca. 70.000 Menschen als Erstsprache gesprochen), Maltesisch (wird von ca. 400.000 Menschen gesprochen). Das bringt, wie die Praxis beweist, ständig große Hindernisse mit sich. Die sogenannte Simultanübersetzung auf internationalen Kongressen durch eigene dafür angestellte Dolmetscher ist eine mit erheblichen Mängeln behaftete Ersatzlösung. Alles Gesagte muss gewissermaßen mehrfach gesagt werden, weil es in andere Sprachen übersetzt wird, und ob dort jeder Konferenzteilnehmer eine exakte Übersetzung in seiner Muttersprache geliefert bekommt darf wohl mit Recht angezweifelt werden. Zudem gibt es bestimmte Ausdrücke in jeder Sprache, die nur durch Umschreibungen übersetzt werden können, so wird die Übersetzung per se inexakt. Aber auch so verschlingen Simultanübersetzungen astronomische Summen und beanspruchen sehr viel Zeit und Energie. Da ist die Verwendung einer von allen leicht zu erlernenden internationalen Sprache besser, weil keine der Nationalsprachen den Anforderungen gerecht werden kann, die an eine internationale Sprache gestellt werden.

Am 15. Januar ist nun Welt Interlingua Tag. Welches Ziel verfolgt die Welt Interlingua Union damit?

Es wurde eine Unmenge an Versuchen unternommen, um eine Sprache zu erfinden oder zu konstruieren. Alle diese Versuche scheiterten. Das eigentliche Problem liegt wohl darin, dass man als Welthilfssprache eine Sprache anbieten muss, deren Einführung psychologisch möglich ist. Interlingua fügt über diese Voraussetzung. Interlingua wird in dieser Hinsicht auch von denen, die eine Weltsprache als Utopie betrachten, als anwendbar und nützlich erkannt. Sobald Sie sich mit Interlingua beschäftigen, werden Sie sehr schnell von den Vorteilen dieser Sprache überzeugt sein. Jeder Kritiker einer solchen Lösung scheitert in seiner Argumentation an der fehlenden Alternative. Sie finden umfangreiche Informationen zu Interlingua auf der Website http://www.interlingua.com.